Entwurmung

Pferde-Entwurmung leicht gemacht

Als ich zum ersten Mal von den neuen Kautabletten für die Pferdeentwurmung hörte, konnte ich ein Schmunzeln nicht unterdrücken.

Das heisst, zuerst war ich beeindruckt von der Genialität der Idee, und ich fragte mich, warum man nicht schon früher darauf gekommen war. Wir haben heutzutage eine Reihe guter Entwurmungsmittel, doch es kann mitunter recht schwierig sein, diese einem unkooperativen Pferd zu verabreichen. Warum also nicht das Ganze so formulieren, dass die Behandlung für das Pferd zum Vergnügen wird?

Die Verabreichung der Wurmmittel war schon von jeher ein kritischer Schritt bei der Entwurmung. Und daher auch mein Schmunzeln, denn es erinnert mich an die gute alte Zeit... Als ich vor bald 12 Jahren in die USA auswanderte und als Assistent in der Pferdemedizin zu arbeiten anfing, gab es für mich nichts Schöneres, als zu jeder Tages- und Jahreszeit Pferde zu behandeln - Dinge wie Schlaf oder Freizeit waren nebensächlich.

Oft denke ich nostalgisch an jene Zeit zurück, da ich heute mit Familie und Kindern die Prioritäten etwas anders setze. Damals gab es fast nichts, das ich nicht für das Wohlbefinden von Pferden gemacht hätte: tagelang Fohlen überwachen, nächtelang Koliker behandeln, Lahmheitsuntersuchungen bei 40 Grad im Schatten, Operationen im Scheinwerferlicht des „ambulatory-trucks". Doch es gab eine Grenze: Ich weigerte mich, Pferde mit der Nasen-Schlundsonde zu entwurmen.

Ganz früher wurden Entwurmungsmittel in flüssiger Form und in grossem Volumen verabreicht. Dabei war es leicht möglich, dass ein Teil dieser zum Teil exotischen Mischungen verschüttet wurde, und die Verabreichung via Sonde war die sicherste Methode für eine komplette Behandlung. So wurde für viele Pferdeler das „Sonden-Entwurmen oder tube-worming" zum goldenen Standard und für Tierärzte zum Albtraum.

Als ich in den USA zu arbeiten anfing, hatten es einige der „alten Hasen" offenbar noch nicht mitbekommen, dass es sehr effiziente Wurmkuren in Pastenform gab. Ich hatte gar nie flüssige Wurmmittel bei mir und sowieso keine Lust, Pferde, die Wurmpasten hassen, via Nasensonde zu behandeln. So war für mich das „tube-worming" eine sinnlose Angelegenheit, und ich sträubte mich, Pferde so zu entwurmen, auch wenn der Besitzer glaubte, dies sei das Gelbe vom Ei.

Meist waren die Leute einsichtig, und das Entwurmen mit Pasten ging recht gut, aber hie und da war es schon ein Kampf, bis man einen Grossteil der Paste in und den Rest ans Pferd gebracht hat. Zum Glück haben wir nun mit den Kautabletten eine praktische Alternative zur Pastenentwurmung. Es scheint fast zu schön, um wahr zu sein, aber heute ist das Entwurmen so zum Kinderspiel - und das „tube-worming" definitiv zur Geschichte - geworden, nicht nur für mich.

Ruedi Steiger Dr. med. met. FVH, DACVIM

 
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